Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Politische Kommunikation’

Ohne Worte

(via fefe)

Advertisements

Read Full Post »

Ich weiß nicht, welche persönliche Motive er für seinen Rücktritt hat, aber die Situation lässt sich dennoch treffend beschreiben: Er hat es nicht verstanden. Er will es nicht verstehen. Und genau da liegt das Problem.

Es ist nämlich völlig egal, ob Horst Köhler wirklich deutsche Arbeitsplätze am Hindukusch verteidigen wollte oder nicht. Die argumentativen Formeln erinnerten doch stark an die imperialistische Entwicklungsphase des frühen Völkerrechts. Anstatt dies einzusehen, lässt er wie ein guter durchschnittlicher Politiker seine Aussagen „präzisieren“ und bescheinigt seinen Kritikern mangelnden Respekt vor dem höchsten Staatsamt.

Dazu könnte man jetzt viel sagen, zum Beispiel, dass eben jener über alle Kritik erhabene Würdenträge selbst nicht viel Respekt vor anderen hohen Verfassungsorganen hat. Klar ist aber auch, und hier wird wieder die Gefahr dieser Argumentation deutlich, dass hier kein Unterschied zwischen Person und Amt gemacht wurde. Horst Köhler hat aus seinem persönlichen Kränkungserlebnis eine Staatsfeindlichkeit seiner Kritiker abgeleitet. Und das ist des Amtes des Bundespräsidenten in der Tat nicht würdig.

Read Full Post »

2. Rüttgers hat es verbockt

Das wagte nur niemand bei der CDU auch auszusprechen – einzig der (34-jährige) Vorsitzende der JU NRW nannte überhaupt das Problem (Spendenaffäre) beim Namen. Damit hat er jetzt wahrscheinlich keine Chance mehr auf Karriere in der Partei, aber was soll’s. Der Parteigeneralsekretär (ich weiß gar nicht mehr, von welcher Ebene), den man zum Kommentar vor die Kamera gezerrt hatte, mochte jedenfalls nicht so konkret werden. Da hieß es nur, unschöne Berichte hätten von den famosen Leistungen der Landesregierung abgelenkt. Da hätte der JUler noch was über die Darstellung des Systems Partei für Nichtmitglieder lernen können: Schuld haben immer die anderen und niemals die Fehler des großen Vorsitzenden nennen. Dass man damit durchkommt, wurde klar, als kein Journalist nachgefragt hat, worum es bei diesen unschönen Berichten eigentlich ging.

Das und natürlich der ganz Unionsfilz müsste aufrechten Konservativen eigentlich ein Dorn im Auge sein. Beim Kirchentag soll ja auch ganz schön viel gebuht worden sein.

(wird fortgesetzt)

Read Full Post »

1. „Stabilität“ ist Schwachsinn

Die Schwarzen fahren ja schon seit einiger Zeit eine recht unschöne Rote-Socken-Kampagne. Unschön, weil inhaltsleer. Wenn man nämlich auf die Programme von SPD, GRÜNE und LINKE schaut, wird man etwa 90% Übereinstimmung finden. Man überlege sich nur wie sehr Rüttgers sich blamieren würde, wenn er die selbe Hetze gegen GRÜNE und SPD führe.

Und überhaupt: Was heißt eigentlich „Stabilität“? Auf den Wahlplakaten steht das nämlich nicht drauf. Offenbar funktioniert die Strategie, „Stabilität“ als leeren Signifikanten zu belassen, in den sich jeder etwas hineindichten kann, denn selbst CDU-kritische Medien sind diesem Unfug aufgesessen. Und auch hier findet eine inhaltliche Auseinandersetzung nicht statt.

Dann also die Personen. Da hat die LINKE also ein paar Kommunisten in ihren Reihen. Na, und? Die SPD hat Thilo Sarrazin, und erinnert sich noch jemand an die faulen Rumänen? Es gibt anscheinend nur noch extremistische Parteien in Deutschland. Dass es für Rot-Grün schon mit einer Hand voll nicht-„extremistischer“ Linker möglich wäre, Beschlüsse zu fassen, wird ebenfalls gerne ausgeblendet.

(wird fortgesetzt)

Read Full Post »

Ne, doch nicht. Aber ordentlich geblutet hat er wohl, nachdem er in Mailand von einem wahrscheinlich innerhalb der nächsten Stunden von verschiedenen Personen für geisteskrank befunden wordenen Mann mit einem mailänder Minidom (aber so ganz sicher sind sich Deutschlands Qualitätsmedien da noch nicht) beworfen worden war. An dieser Stelle möchte ich mich der Lega Nord anschließen und diesen terroristischen Akt aufs Schärfste verurteilen: Ganz schlimm war das. Und überhaupt, alles Kommunisten.
Update: Hab ich’s nicht gesagt?

Read Full Post »