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Archive for the ‘Unfug’ Category

Wenn ein Artikel so anfängt, kann er nur grandios sein:

Der umstrittene Vorsitzende der FDP im Saarpfalzkreis, Stefan Krämer, will sich einem Vertrauensvotum des Kreisvorstandes stellen. Dem freien Unternehmensberater, der zugleich Kirchenbeauftragter seiner Partei ist, wird vorgeworfen, mit dem Landeschef der NPD Saar, Frank Franz, in privater Runde Monopoly gespielt zu haben.

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Von William Robinson. Sehr empfehlenswert. Leider geht er aber in diesem kurzen Aufsatz nicht auf die Brüche innerhalb der globalen kapitalistischen Klasse ein, aber man kann auch nicht alles haben.

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Allerdings nicht, wie man denken könnte, von allen Plätzen der Welt, sondern beim Fame-Lab-Finale.

FameLab ist für Forscher und Forscherinnen aus dem Bereich der Natur- und Technikwissenschaften, z.B. der Astronomie, Biologie, Biotechnologie, Chemie, Informatik, Ingenieurswissenschaften, Mathematik, Medizin, Pharmazie, Physik, Psychologie, Robotik, Statistik, Wirtschaftswissenschaften, etc.

Sozial- und Geisteswisschenschaften scheinen in diesem Marketingkonzept nicht vorzukommen. Überhaupt sollten einem diese PPP-Geschichten suspekt sein, reproduzieren sie doch die Ideologie von Standortwettbewerb und Leistungsträgertum. Auf der anderen Seite ist Wissenschaftskommunikation an sich ja nichts Schlechtes. Wer schon einmal Harald Lesch in Aktion erlebt hat, wird Derartiges zu schätzen wissen (auch wenn bei Abenteuer Wissen sein Potenzial arg vergeudet wird).

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Diese Woche stand mal wieder ein Artikel auf Seite 1 Der  Zeit (der Die Zeit?), bei dem ich mich wunderte, was das jetzt überhaupt soll. Susanne Gaschke beklagt sich dort unter dem Titel „Politiker, hört die Signale“ über den Zustand der deutschen Politik, die eine pseudowissenschaftliche Einheitsmeinung als Konsens behandelt, sodass man nicht einmal mehr in der CDU-Frauengruppe ordentlich konservativ sein dürfe. Kitas, Windräder, Abschaffung des Dreigliedrigen Schulsystems, alles richtig und wahr und deshalb politisch unangreifbar. Dieser Fortschrittskonsens verschleiere die sozialen Kosten dieser Neuerungen: gefühlte soziale Kälte. Abgesehen davon, dass das kompletter Unfug ist und die Autorin keinerlei Beispiele oder Belege für das total Abdriften der Union in die Sozialdemokratie bringt – wieso muss ich so einen reaktionären Quatsch in Der Zeit lesen? Schon wieder?

So soll denn auch die Beliebtheit von Thilo Sarrazins „Thesen“ durch diese Entwicklung erklärt werden. Als ob Rassismus etwas mit dem Mangel an reaktionären Politikern oder faktischen Reibungen zwischen Religionen oder „Kulturen“ oder „Rassen“ zu tun hätte. Oder warum ist die NPD im Osten so stark, wo es kaum Einwanderer gibt, die mit ihrer genetischen Unterlegenheit die arischen autochthonen Deutschen belästigen könnten?

Zwischen dieser Kausalitätskonstruktion findet Gaschke dann auch noch die Muße zur Medienschelte, der einzige nicht völlig misslungene Teil des Artikels. Quoten- und Auflagendruck, Herdentrieb, Eventjournalismus und die Fixierung die „steilsten Thesen“ würden dazu führen, dass kleine, langsame, aber wichtige Veränderungen (zum Beispiel bei der Integration) nicht mehr wahrgenommen würden. Nichts Neues also, aber immerhin. Man könnte sicher noch mehr finden, etwa den Hang, die rassistsiche und unwahre Propaganda eines Thilo Sarrazin als „umstrittene Thesen“ darzustellen. Oder die krasse Diskrepanz in der Wahrnehmung „islamischer“ und „christlicher“ Morde an Angehörigen. Aber dafür war dann auch kein Platz mehr auf dem Papier.

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Ich weiß nicht, welche persönliche Motive er für seinen Rücktritt hat, aber die Situation lässt sich dennoch treffend beschreiben: Er hat es nicht verstanden. Er will es nicht verstehen. Und genau da liegt das Problem.

Es ist nämlich völlig egal, ob Horst Köhler wirklich deutsche Arbeitsplätze am Hindukusch verteidigen wollte oder nicht. Die argumentativen Formeln erinnerten doch stark an die imperialistische Entwicklungsphase des frühen Völkerrechts. Anstatt dies einzusehen, lässt er wie ein guter durchschnittlicher Politiker seine Aussagen „präzisieren“ und bescheinigt seinen Kritikern mangelnden Respekt vor dem höchsten Staatsamt.

Dazu könnte man jetzt viel sagen, zum Beispiel, dass eben jener über alle Kritik erhabene Würdenträge selbst nicht viel Respekt vor anderen hohen Verfassungsorganen hat. Klar ist aber auch, und hier wird wieder die Gefahr dieser Argumentation deutlich, dass hier kein Unterschied zwischen Person und Amt gemacht wurde. Horst Köhler hat aus seinem persönlichen Kränkungserlebnis eine Staatsfeindlichkeit seiner Kritiker abgeleitet. Und das ist des Amtes des Bundespräsidenten in der Tat nicht würdig.

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2. Rüttgers hat es verbockt

Das wagte nur niemand bei der CDU auch auszusprechen – einzig der (34-jährige) Vorsitzende der JU NRW nannte überhaupt das Problem (Spendenaffäre) beim Namen. Damit hat er jetzt wahrscheinlich keine Chance mehr auf Karriere in der Partei, aber was soll’s. Der Parteigeneralsekretär (ich weiß gar nicht mehr, von welcher Ebene), den man zum Kommentar vor die Kamera gezerrt hatte, mochte jedenfalls nicht so konkret werden. Da hieß es nur, unschöne Berichte hätten von den famosen Leistungen der Landesregierung abgelenkt. Da hätte der JUler noch was über die Darstellung des Systems Partei für Nichtmitglieder lernen können: Schuld haben immer die anderen und niemals die Fehler des großen Vorsitzenden nennen. Dass man damit durchkommt, wurde klar, als kein Journalist nachgefragt hat, worum es bei diesen unschönen Berichten eigentlich ging.

Das und natürlich der ganz Unionsfilz müsste aufrechten Konservativen eigentlich ein Dorn im Auge sein. Beim Kirchentag soll ja auch ganz schön viel gebuht worden sein.

(wird fortgesetzt)

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