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Archive for Januar 2010

Ein kleines Programm der Electronic Frontier Foundation zeigt, wie leicht man über die Konfiguration des eigenen Browsers identifizierbar ist. Eine Anleitung zur Abhilfe wird gleich mitgeliefert.

(via Spreeblick)

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Apple’s iPad hat ja schon einige Kritik einstecken müssen wegen all der Dinge, die ihm angeblich fehlten. Auch als Laie fand ich die Abwesenheit von USB-Anschlüssen sehr bedenklich, allerdings hätten mich wohl alle technischen Features der Welt nicht dazu gebracht, den Kasten zu kaufen. Denn er ist einfach unnütz.

Während andere überlegen ob man mit dem Ding nur konsumieren oder auch kreieren kann, frage ich mich, was ich denn damit überhaupt konsumieren soll? Bücher, Magazine und Zeitungen in elektronischem Format? Und welchen Vorteil hat das gegenüber ihren analogen Ausgaben? Einzig doch die schnelle Verfügbarkeit. Aber was nützen mir alle Bücher der Welt auf einem Datenspeicher, wenn ich doch nur eines davon lesen kann? Die alten Medien hoffen ja, dass sie über dieses Medium neue Absatzmöglichkeiten finden werden. Werden sie nicht. Vor allem Magazine und Zeitungen sind für die Digitalisierung geeignet, denn die regelmäßig erscheinenden Blätter kann man schlecht alle lesen, geschweige denn stapeln oder bezahlen. Vergünstigte oder spezielle Onlineangebote fände ich attraktiv – nur brauche ich dazu kein iPad (oder eines der anderen Geräte, keine Ahnung, was es da noch gibt).

Für das wissenschaftliche Arbeiten scheinen mir E-Books auch gänzlich ungeeignet. Papier lässt sich leichter bearbeiten und besser im Multitasking handhaben, vor allem, wenn man zur Unterstützung noch einen Laptop dabei hat. Studenten fallen damit als potenzielle Käufer komplett aus, denn sie werden nicht zwei solcher Geräte mit sich herumschleppen, zumal Laptops besser mit anderen Arbeitsprogrammen (STATA, Citavi etc.) klarkommen dürften und die Kommentarfunktionen der Reader keine ernstzunehmende Alternative sind.

Vielleicht sollte man sich in den oberen Konzernetagen bei Apple&co darüber Gedanken machen, was die Leute wirklich gebrauchen können. Oder zumindest jemanden anheuern, der es für sie tut.

Gelungen ist dies bei zwei analogen Geschäftsmodellen, die es ermöglichen, Bücher selbst drucken zu lassen. Das erste ist eher ein nettes Gimmick: Bücher selber publizieren. Das zweite ist die Erweiterung von Büchereisortimenten durch eigene Druckerpressen mit Buchbindemaschine und besondere Lizenzen (leider habe ich gerade keinen Link zur Hand, aber ich glaube, die BBC hatte mal einen Artikel dazu).

*Update 03.03.2010: Telepolis meint das auch und liefert Zahlen.

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Als vorgestern vier handvoll Taliban in Kundus Krieg spielten und ganze 200 Sicherheitskräfte zu ihrer Bekämpfung anrücken mussten, fürchtete ich, nun werden uns aus den „Qualitäts“blättern der Republik wieder Horrorschlagzeilen entgegenstarren, garniert mit dem üblichen Halbwissen und einiger Untergangsstimmung. Doch bisher scheint alles ruhig. Einzig die von mir ansonsten so geschätzte taz titelt Taliban-Terror und gibt sich prophetisch: Völker versteht die Signale. Platter geht es kaum.

Interessant ist, dass eine links-liberale Zeitung wie die taz sich bei außenpolitischen Diskursen mit Argumenten arbeitet, die den Wunsch nach und den Glauben an totale Sicherheit als Prämisse haben.

Die Taliban demonstrieren, dass es in Afghanistan selbst im Machtzentrum keine militärische Sicherheit geben kann.

Na klar.

Dass der Irak in Gewalt versinken wird, darin waren sich Isolationisten, Antiimperialisten, Pazifisten, die Presse und der rechtskonservative (?) Pseudoexperte für bewaffnete Auseinandersetzungen aller Art, Peter Scholl-Latour, sowie überhaupt fast alle einig. Beim Thema Afghanistan sieht das nicht viel anders aus. Nur im Fall Irak gab es tatsächlich Gründe an einer irgendwie gearteten Befriedung des Landes zu zweifeln. Natürlich ist in Afghanistan viel schief gelaufen, aber bis uns das ganze Land um die Ohren fliegt, muss noch Einiges passieren. Sowohl der Irak, als auch die neuerlichen Entwicklungen in Pakistan zeigen: Wenn der politische Wille vorhanden ist, kann man etwas erreichen, auch wenn es Blut, Tränen und Geld kostet. In Afghanistan käme man mit weniger von alledem aus als in jenen Ländern.

Stattdessen bildet sich ein diffuses Amalgam aus korrupter, undemokratischer  Regierung, mangelndem zivilen Engagement, gefallenen Soldaten, Untaten manch lebender Ausgabe und der Unmöglichkeit (die gern als Unfähigkeit beschrieben wird) totale Sicherheit herzustellen, das kontinuierlich die Legitimität des Einsatzes, sowie militärischen Interventionen insgesamt unterläuft.

„Nie wieder Krieg!“ lautet die Parole, mit der man zwei Paradoxien unsichtbar machen will, nämlich, dass man Frieden durch Pazifismus gefährden kann, und, dass man Frieden manchmal mit militärischen Mitteln herbeiführen muss und kann.

Lesenswert gegen den linksrechten Einheitsbrei: Andrea Böhm in der Zeit.

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Wer Anwesenheitslisten in Seminaren oder Vorlesungen aus welchen Gründen auch immer für sinnvoll hält, wird gebeten, sich umgehend zum nächsten Semester zu exmatrikulieren und eine Ausbildung in der öffentlichen Verwaltung anzufangen.

Danke.

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