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Archive for Dezember 2009

Dass nicht die gesamte Musikindustrie komplett bescheuert ist, zeigte mir diese Weihnachten das Indie(?)label mergerecords. Zu meiner großen Überraschung lag der chiqen, neuen LP „Our Ill Wills“ ein kleiner, blassblauer Zettel bei, der mir die frohe Botschaft verkündete:

THE PURCHASE OF SHOUT OUT LOUDS – OUR ILL WILLS ENTITLES YOU TO A ONE-TIME DOWNLOAD OF THIS ALBUM FROM MERGERECORDS.COM.

Can you believe your good fortune? We hardly can.

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Schon Anfang diesen Monats publiziert, aber trotzdem spannend (für Soziologen): Dirk Bäcker im Deutschlandfunk über das Medium Internet Computer als Katastrophe und die heraufziehende „nächste Gesellschaft“.

Seine These: Durch die Erfindung des Computers (zu dem das Internet irgendwie dazugehört) wird die gegenwärtige Gesellschaft in eine Krise gestürzt, aus der irgendwann die nächste Gesellschaft erwachsen wird. Das neue Medium produziere einen Überschuss an Möglichkeiten seiner Verwendung, auf die wir uns noch nicht eingestellt hätten oder nicht einstellen wollen würden. Leider erklärt er nicht, was das denn nun differenzierungstheoretisch bedeutet, aber er meint, das sich bei allem Handeln Kommunizieren bald die Unterscheidung zwischen online und offline aufdrängen würde, und zwar in Form des Entscheidungszwanges, wo bzw. wie man kommunizieren möchte.

Erfrischend ist sein Umgang mit Luhmanns Systemtheorie, die er nicht, wie manche seiner Kollegen, für zehntausend Jahre in Stein gemeißelt sieht, sondern als „Denkmal der Moderne“, von der wir uns mit jedem Tag weiter entfernen. Er wirbt um „riskante und damit fruchtbare Theorieeinsätze“ und damit für eine Ansatz, den er der buchdruckgeprägten Moderne zurechnet: Kritik. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.

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Die Franchisekette Subway gilt bei Uninformierten als „gute“ Alternative zu McD, weil sie so neu sind, gesünder, ein grünes Logo haben und es nicht so übel riecht. Das mit dem grünen Logo hat sich ja bald erledigt. Dass bei den Sandwichbelegern Coca Cola zum Menü gereicht wird, dürfte auch schon so manche abgeschreckt haben. Und jetzt gehen auch noch reihenweise Filialbesitzer pleite, weil das Mutterunternehmen sie offenbar absichtlich mit falschen Informationen über Kosten und Marktlage gefüttert hat. Selbstbestimmtheit sieht anders aus. Erinnert irgendwie an die Banken, die ihre Verkäufer Berater unrealistische Zielvorgaben machen (siehe Artikel „Kapitalismus verschärft sich“ in der letztwochenendlichen taz).

Welche Alternativen gibt es zu einer solchen Wirtschaftsweise? Genossenschaften? Syndikate? Open Source Franchising? Oder doch lieber zum Dönermann um die Ecke?

*Update 22.01.10: Zeitartikel verlinkt, wo etwas völlig Zusammenhangloses von der taz  stand.

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Die Abwaschuhr ist eine dieser kleinen, praktischen Erfindungen, die in vielen WGs mit mehr als zwei Bewohnern zu finden ist. Sie ist relativ einfach zu bauen, vor allem für jene, die im Kindergarten gern und viel gebastelt haben, und erfüllt eine simple Funktion auf höchst effektive Weise: sie zeigt an, wer mit Spülen dran ist. Egal ob Wama oder von Hand schrubben, die Uhr geht immer richtig (es sei denn, jemand flunkert!).

Es gibt allerdings noch andere Möglichkeiten, das Problem der innerwohngemeinschaftlichen Arbeitsteilung zu lösen, etwa so:

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Ne, doch nicht. Aber ordentlich geblutet hat er wohl, nachdem er in Mailand von einem wahrscheinlich innerhalb der nächsten Stunden von verschiedenen Personen für geisteskrank befunden wordenen Mann mit einem mailänder Minidom (aber so ganz sicher sind sich Deutschlands Qualitätsmedien da noch nicht) beworfen worden war. An dieser Stelle möchte ich mich der Lega Nord anschließen und diesen terroristischen Akt aufs Schärfste verurteilen: Ganz schlimm war das. Und überhaupt, alles Kommunisten.
Update: Hab ich’s nicht gesagt?

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Grandios! Das beste PC-Rollenspiel aller Zeiten schafft es auf die Hauptseite der englischsprachigen Wikipedia. Ob die harten deutschen Relevanzkriterien das hätten durchgehen lassen?

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Gestern Vorgestern morgen ist die zweite, mit ca. 30 Besetzern und Innen nicht mal halb so zahlreiche, Besetzung des Auditorium Maximum der Universität Bielefeld wieder geräumt worden, diesmal ohne Polizeipräsenz. Ziel der Aktion (der Besetzung, nicht der Selbsträumung) war offenbar die „Aneignung“ von „Freiräumen“. Jedenfalls kombiniere ich das aus dem aktuellen Plakat von uni.links, welches die Besetzung von Freiräumen fordert, dem Aufruf vom Tag der Wiederbesetzung und der Forderung nach einem eigenen Seminarraum, der wohl für inhaltliche Diskussionen genutzt werden soll, für die man natürlich erst mal (wieder) Arbeitsgruppen eingerichtet hatte.

Das Plenum heute morgen ist aufgrund der kleinen Zahl an BesetzerInnen ausgefallen. Stattdessen haben wir angefangen, inhaltlich zu diskutieren. Wir sind seit mehreren Stunden dabei, Forderungen aufzustellen.

So zu lesen auf der Homepage der BesetzerInnen. Laut Hertz 87,9 bot das Rektorat den Bestzenden einen eigenen Seminarraum an, der diesen allerdings zu klein gewesen sei. Die in dem Artikel erwähnte Pressemitteilung der Besetzerinnen und Besetzer kann ich allerdings nicht finden. Das Interview von Kathrin Sielker mit einen anonymen Besetzer sollte man sich allerdings anhören. Ich denke, es hilft die Akion und vielleicht einen Großteil der Protestbewegung besser einschätzen zu können.

… to be continued

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